Vereinigte Spezialclubs von
Württemberg u. Hohenzollern


Liebe Züchterfreunde,

Das Zuchtjahr 2005 war für die Vereinigten Spezialclubs wieder mit Höhen und Tiefen versehen. Entsprechend unserer positiven Denkweise möchte ich mit den erfreulichen Ereignissen beginnen. Das erfreulichste für mich und die gesamte Vorstandschaft ist die Tatsache, dass wir dieses Jahr wieder ein deutliches Plus an Mitgliedern verzeichnen können. Schon im letzten Jahr konnte ich davon berichten, dass der Mitgliederschwund beinahe zum stoppen gekommen ist. Daß wir schon dieses Jahr wieder positive Zahlen schreiben können ist um so erfreulicher. Hatten wir im Zuchtjahr 2004 noch einen Mitgliederbestand von 1509 Clubzüchtern, haben wir im Zuchtjahr 2005 1522 Mitglieder, was ein Plus von 13 Mitgliedern ausmacht. Hierfür ist in erster Linie die teilweise hervorragende Arbeit der Clubs, besonders jedoch der Clubvorstände verantwortlich. Durch unermüdliches ansprechen und anschreiben von noch nicht in Clubs organisierten Züchtern ist dieses Ergebnis möglich. Allen die hierbei aktiv waren gilt meine allerhöchste Anerkennung und Achtung. Ich kann nur sagen Danke und macht so weiter, denn ich bin sicher, dass diese positiven Ergebnisse auch die Clubs von der Notwendigkeit dieser Arbeit überzeugen, die bisher diese neuen Wege noch nicht gegangen sind. Von unseren 22 Clubs haben 10 die Mitgliederzahl steigern können. Vier Clubs konnten den Mitgliederbestand wenigstens halten, was in dieser Zeit auch bereits ein Erfolg ist. Leider mussten 8 Clubs rote Zahlen schreiben und Verluste von Mitgliedern in Kauf nehmen. Ich möchte diesbezüglich besonders hervorheben den Scheckenclub mit 7 neuen Mitgliedern, den Alaska- und Havannaclub und den Riesenclub mit jeweils 5 neuen Mitgliedern, sowie den Deilenaar- und Schwarzgrannenclub mit 4 neuen Mitgliedern. Drei neue Clubzüchter konnte der Japanerclub verbuchen, besonders für das diesjährige Jubiläum eine Zahl, auf die dieser kleine Club sehr stolz sein kann. Jeweils 2 neue Mitglieder konnten folgende Clubs verzeichnen: Hasenclub-, Loh- und Weissgrannenclub-, Thüringerclub-, Widderclub und der Sachsengoldclub. Diese Entwicklung ist um so höher einzustufen, wenn man hört, dass wir im ZDK allein dieses Jahr 3288 Mitglieder verloren haben. Welch negativer Trend dies ist, wird unterstrichen durch die Tatsache, dass im ZDK seit dem Jahre 2000 insgesamt 16040 Mitglieder wendiger sind. Als Fazit dieser positiven Clubentwicklung möchte ich festhalten, dass es innerhalb unserer Clubs größtenteils stimmt. Sehr erfreut bin ich auch darüber, dass wir heute 4 neue Clubvorsitzende in unserer Mitte begrüßen dürfen und können. Es sind dies beim Chinchillaclub unser Werner Tetting, der den Clubfreund Günther Walker nach 4 Jahren Amtszeit abgelöst hat. Werner Tetting ist mit Leib und Seele den Chinkaninchen verfallen und so ist seine Wahl sicherlich für den Club eine sehr gute gewesen. Ebenfalls einen neuen Vorsitzenden hat der Deilenaar- und Schwarzgrannenclub in der Person von Andreas Ensle. Dies war nötig, nachdem der bisherige Vorsitzende und Mitgründer dieses Clubs, Georg Nachtmann aus persönlichen und familiären Gründen von seinem Amt vorzeitig zurück getreten ist. Ich möchte jedoch besonders bei Georg für seine bisherigen Leistungen und Taten sehr herzlich bedanken und will ganz klar sagen, ohne ihn hätte dieser Club nicht diese erfolgreiche Entwicklung gehabt. Dass Andreas, dieses Amt sicherlich genauso gut ausfüllen wirst, davon bin ich persönlich 100% überzeugt, den er trägst einen großen Namen, den sein Vater, Hans war ebenfalls Gründungsmitglied deines Clubs und bekannt und beliebt in nah und fern. Wenn er ihn als Vorbild nimmt, so wirst auch er Erfolg haben. Für evtl. Fragen oder Probleme biete ich allen Neuen immer gerne meine Hilfe an. Einen sehr bekannten Züchter und Preisrichter hat sich der Rhönkaninchenclub zum neuen Vorsitzenden gewählt. Es handelt sich dabei um unseren Clubfreund Uwe Pfeil, einem erfolgreichen Züchter und Vertreter dieser schönen aber seltenen Rasse. Uwe ist im besten Alter, kann sich der jederzeitigen Unterstützung seiner Frau sicher sein, sodass die besten Voraussetzungen für eine lange und erfolgreiche Clubführung vorhanden sind. Der Rhönclub wurde seit dem Jahre 2002 von Clubfreund Miroslav Kopa geleitet. Seine Arbeit war erfolgreich, wie die positive Entwicklung des Clubs zeigt. Miroslav hat sich aber auch nicht ganz zurück gezogen, nein er ist weiterhin als Vorstandsmitglied im Club etabliert. Auch im Russen- und Marderclub gab es einen Führungswechsel. Nachdem Siegfried Kauffmann jahrelang dem Club als 1. Vorsitzender zur Verfügung gestanden hat, musste er auf Grund einer schweren Krankheit dieses Amt abgeben. Unser Dank gilt ihm für sehr gute und erfolgreiche Clubarbeit. Den neuen Vorsitzenden vorzustellen heißt Eulen nach Athen zu tragen. Denn wer kennt nicht unseren Clubfreund und Preisrichterkollegen Egon Kummer. Er ist mit Leib und Seele Züchter Vereinsmensch und Kamerad. Seine bevorzugten Charaktere sind Offenheit und Grandlinigkeit. Ich bin sicher, dass der Club unter seiner Führung weiterhin wächst und gedeiht, denn Egon wird im seinen Stempel aufdrücken, da bin ich mir sehr sicher. Dass in den Clubs hervorragende Arbeit, auch für die Kaninchenzucht im allgemeinen geleistet wurde, war wieder auf den Bundes- und Landes-Kaninchenschauen dieses Jahr zu sehen. Viele Bundesmeister, Bundessieger, sowie Landesmeister- und Sieger wurden, wie schon in den Jahren zuvor, von unseren Clubkameraden gewonnen. Ich möchte allen Clubfreunden, die das Glück gehabt haben große Titel zu gewinnen von ganzem Herzen gratulieren. Leider kann es immer nur einen ersten geben, was aber die Leistungen der weiteren Aussteller in keinster Weise schmälern kann und soll. Es wird auch seitens des ZDK bereits nachgedacht, ob es in naher Zukunft nicht sogar, wie bei Olympia, einen ersten, einen zweiten und einen dritten Meister gibt. Aber nicht nur auf Bundes- und Landesschauen haben die Clubfreunde bewiesen, welch enormes Wissen bei uns vorhanden ist. Zahlreiche Clubvergleichsschauen und Clubschauen haben das hohe züchterische Potential aufgezeigt, das in den Clubs vorhanden ist. Wichtig ist aber auch immer, dass wir die Basis zu den Ortsvereinen und den Züchtern, die noch nicht im Club aktiv sind nicht verlieren. Denkt immer daran, dass wir unsere Mitglieder aus den Vereinen bekommen und das ist sicherlich leichter als es die Ortsvereine mit der Mitgliederwerbung haben. Leider hatten auch dieses Jahr wieder genügend Züchter mit dem Problem der Enterocolitis zu kämpfen. Diese Krankheit ist nach wie vor eine Geisel unserer Kaninchenzucht. Das ZDK hat sich hier sehr stark engagiert und sehr viel Geld in die Forschung gesteckt. Obwohl immer größere Fortschritte hierbei erzielt werden können, ist das angestrebte Ziel eines wirksamen Impfstoffes noch nicht erreicht. Dieser Weg ist auch sicherlich in Zukunft sehr steinig. Sehr gute Erkenntnisse konnte man von der erstmals 2004 durchgeführten Zuchttier-Bestandserfassung bekommen. Ich will auf dieses Thema nicht genau eingehen, denn dies werden die Landeszuchtberater noch sehr detailliert machen, aber soviel vorab, auch hier sind alle Clubs gefordert ihren Beitrag zur Erhaltung der einen oder anderen Rasse zu bringen. Es hat sich dabei auch klar gezeigt, dass es absoluter Blödsinn ist, immer neue Rassen und Farbenschläge herauszuzüchten, denn wer sich damit beschäftigen will, kann dies mit alten und langjährigen Rassen machen, die immer weniger werden und hat damit Arbeit genug, gewisse Rassen und Vererbungsmerkmale zu sichern und zu verbessern. Daher ist es auch sehr begrüßenswert, dass die Standard-Kommission beschlossen hat, dass innerhalb der nächsten 5 Jahre keinerlei Neuzüchtungen mehr angenommen werden. Dass dies sehr nötig ist zeigt das folgende Beispiel. Von den 24 meist Gehfähresten Rassen und Farbenschlägen sind allein 10 Satin – Farbenschläge betroffen. Eine weitere Veränderung wird es in der Klassifizierungs-Tabelle für vorzüglich bis befriedigend geben. 97 – 100 Punkte werden weiterhin die Note vorzüglich erhalten. Neu ist, dass für 96 und 96,5 Punkte die Note Hervorragend vergeben wird. Sehr gut erhält man für 94 – 95,5 Punkte. Gut erreicht man mit 92 – 93,5 Punkten. Die Note befriedigend erhält man für 89,5 – 91,5 Punkte. Was unter 89,5 Punkten ist wird mit n.b. bewertet. Ich denke, dass diese neue Regelung auf Grund des hohen Zuchtstandes mehr als überfällig war. Neu wird auch das Zuchtjahr geregelt werden. Gilt bis heute die Regelung, dass das Zuchtjahr von 1.1. – 31.12.j.J. gilt, wird es künftig so sein, dass das Zuchtjahr vom 1.10. – 30.9. des folgenden Jahres gilt. Ich denke, dass diese Regelung besonders den Züchtern großer Rassen sehr entgegenkommt und bei den Züchtern von Zwergrassen nun etwas mehr Ehrlichkeit entstehen wird. Wie die genaue Kennzeichnung der Tiere nach dem neuen System vorgenommen werden soll, ist noch nicht 100%-ig abgeklärt, wird aber auf der nächsten Sitzung der Standard-Kommission geklärt und dann dem Präsidium zur Genehmigung vorgeschlagen. Mann kann daraus durchaus erkennen, dass das ZDK immer gemüht ist, zukunftsorientierte Entscheidungen, zum Wohle der Rassekaninchenzucht zu treffen. Eine sehr gute Entscheidung ist sicherlich auch diese, dass künftig auf Bundesschauen die herkömmlichen Zuchtgruppen gestrichen und durch eine 5er Kollektion ersetzt werden. In diesen Fünfer-Kollektionen müssen Tiere beiderlei Geschlechts ausgestellt werden und es kann auch ein Alttier, egal welches Geschlecht ausgestellt werde.. Es wird die Regelung eintreffen, dass pro Aussteller zwei Kollektionen ausgestellt werden dürfen. Neu auf Bundeskaninchenschauen ist auch, dass Tiere, die über 97,5 Punkten bewertet werden sollen, der Vergabe-Kommission vorgestellt werden müssen. Wie der Landesverbands-Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen, Manfred Seiler, in Cuxhaven mitteilte, wird die Europaschau auf jeden Fall stattfinden, auch ohne Geflügel. Leider ist diese Schau lt. meiner Meinung nach nur da, um die Kasse des Europa-Verbandes (EE) zu füllen. Von dieser Organisation wird pro ausgestelltes Tier 1,00 € als Verwaltungsgebühr genommen und das auch von der Jugend, was besonders zu verurteilen ist. Da entsteht der Eindruck, dass wir Deutschen hier wieder die Zeche anderer bezahlen sollen.
Auf der Jahreshauptversammlung der Clubvereinigung am 02. April 2006 im Züchterheim in Donzdorf wurde bis auf den Kassierer und die Kassenprüfer die komplette Vorstandschaft neu gewählt. Die Wahlen brachten folgendes Ergebnis:

1. Vorsitzender für 2 Jahre: Rainer Ehmann, Kernerweg 4,
73466 Lauchheim, Tel.: 07363 –
4480, Fax: 07363 – 9200727,


2. Vorsitzender für 3 Jahre: Ute Hartmann, Riedstrasse 10,
73553 Alfdorf, Telefon und Fax:
07172 - 31355

Schriftführer für 2 Jahre:
Jürgen Berstecher, Ostelsheimer
Strasse 7, 71034 Böblingen,
Tel.: 07031 – 671333

Obmann für das Ausstellungs- Thomas Luik, Rebengartenstr. 44,
wesen für 2 Jahre: 72766 Reutlingen, Tel.: 07121 –
411572,

Obmann für Ehrungen Stefan Huber, Leyrenbachstr. 31/1,
für 3 Jahre: 72770 Reutlingen, Tel.: 07121 –
503920

Obmann für Öffentlichkeits- Stefan Huber, Leyrenbachstr. 31/1
arbeit für 2 Jahre: 72770 Reutlingen, Tel.: 07121 -
503920

1. Beisitzer für 3 Jahre: Heini Jahn, Bühlstrasse 7,
73779 Deizisau, Tel.: 07153 - 27335

2. Beisitzer für 2 Jahre: Ewald Dietz, Brunnenstrasse 10,
72135 Dettenhausen, Tel.: 07157 -
61700

Kassierer: Wilfried Weiler, Kirchstraße 36,
73117 Wangen, Tel.: 07161 – 26046



Ein sehr wichtiges Thema war auch das im Jahre 2009 anstehende 100 – jährige Jubiläum der Vereinigten Spezialclubs von Württemberg & Hohenzollern. Um dieser Sache einen würdigen Rahmen zu geben, der nicht nur die Clubvereinigung, sondern jeden einzelnen Club präsentieren soll und nicht zuletzt auch die Rassekaninchenzucht im allgemeinen, wurde ein Ausschuss gegründet, der sich aus den sehr erfahrenen Züchtern Ute Hartmann, Ewald Dietz und Heini Jahn zusammen setzt. Ziel ist es eine würdige Jubiläumsveran-staltung zu organisieren, die vielleicht auch etwas anders sein soll als dies bisher üblicherweise geschehen ist.

Ein sehr aktuelles und wichtiges Ereignis ist die nächste Landesclubschau. Für die Durchführung dieser wichtigen und großartigen Ausstellung hat sich der Kleintierzuchtverein Z 303 Oeffingen beworben und diese Ausstellung wurde auch einstimmig in die Verantwortung dieses Vereines gegeben. Die Schau findet am 12./13. Januar 2008 in Fellbach in der „Alten Kelter“ statt. Diese dafür hervorragend geeignete Halle wird dazu betragen, dass auch diese Veranstaltung ein voller Erfolg wird.

Zum Schluss meines Berichtes möchte ich allen Zuchtfreunden ein erfolgreiches Jahr 2006 wünschen mit Glück, Erfolg, Gesundheit und viel Spaß und Freude an unserem gemeinsamen Hobby, der Rassekaninchenzucht.

Euer

Rainer Ehmann